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Prolog

Who's Afraid Of The Superspreader?

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Gedanken zu einer Welt im Zeichen von Corona

Schweigen oder Schreiben? Diese Frage stelle ich mir, seit das neuartige Coronavirus die Welt in kürzester Zeit zum Stillstand gezwungen hat.

Es gibt keine Worte für einen Zustand, der für sich selbst reklamiert, nur eine Ausnahme zu sein, gleichwohl aber keine Sicherheit zulässt, wann denn sein Ende gekommen sein könnte. Als die ersten Berichte über die rasche Verbreitung eines bislang unbekannten Erregers im chinesischen Wuhan die Runde machten, urteilten selbst die eilig konsultierten Experten, dass es sich um einen regionalen Schock handeln wird.

Etwas klammheimliche, verbotene Bewunderung gehörte wohl dazu, als dazu immer wieder die Schlussfolgerung gereicht wurde, dass das Land der aufgehenden Sonne mit seinen harschen, zum Teil menschenverachtenden Methoden einer Einparteiendiktatur das Virus schnell eingekreist haben würde.

Krankenhäuser mit Abertausenden Betten - in wenigen Tagen aus dem Boden gestampft. Ganze Regionen - abgerieg…

Spielverderber

Vielleicht ist die Geschichte vom großen technischen Fortschritt, der die Menschen auf eine neue Stufe der Evolution hebt, doch großer Unsinn. Man denke nur einmal an die Entwicklung der Videospiele. Nach dem Tic-Tac-Toe-Programm „OXO“ in den 50er-Jahren ging es technisch, ästhetisch und vor allem narrativ immer weiter bergauf. Die Grenzen schienen lange Zeit nach oben offen. Der Fokus lag dabei stets darauf, das Leben oder die Künste zu imitieren und playable zu machen.


Videospiele sind DAS Medium einer Welt, in der die Simulation der Realität gleichwertig gegenübersteht oder sie, die Poststrukturalisten haben es natürlich als erste geahnt, sogar überholt hat. Open World. Virtual Reality. Unendliche Spielzeit. Games werden mit Geldsummen produziert, die jeden Hollywood-Film in den Schatten stellen. Auch bei den erzielten Gewinnen. Sie sind, nüchtern und ökonomisch betrachtet, das relevanteste Kulturgut unserer Zeit.
Aber: Wie lässt sich erklären, dass viele keine Lust mehr haben, …

Mit schlechtesten Grüßen

Nichts wird so leichtfertig in die Welt geworfen wie ein Gruß. Jede klitzekleine, bedenkenlos dahingeschriebene Mail enthält einen - und sei es nur aus Gründen der Höflichkeit. Doch warum versehen so viele Menschen inzwischen ihre Gedanken, Forderungen und Fragen mit „besten Grüßen“?
Auf den ersten Blick ist an dieser Freundlichkeitsformel nichts auszusetzen. Sie scheint ja nur eine ausdrucksstärkere Variante der „freundlichen Grüße“ zu sein. Supersuperlative machen es im Leben ja stets einfacher. Vielleicht ist die Anwendung dieser neuen Leerformel eine Reaktion darauf, dass die „herzlichen Grüße“ doch etwas zu persönlich geworden sind. Man will ja nicht gleich mit Arial-Buchstaben umarmen.

In Netzforen machen sich unzählige Menschen verzweifelt Gedanken darüber, was sie ihrem Chef unter die Dienstmail klemmen, wie der Professor gegrüßt werden sollte oder was der Hausarzt gerade noch ziemlich finden könnte, um beim nächsten Mal vielleicht einen früheren Sprechstundentermin anzubiete…

Vertane Zeit, verlorene Müh'

Jetzt soll's auch bis zum bittren Ende glimmen,  Worte fallen eh nicht auf und Taten eher an.  Ich senke den Spiegel ab und stell' den Pegel ein.  Vertane Zeit, verlorene Müh'.  Lieben, einfach so, ganz wahr.

Passion

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Du bist ein Arschloch! 
Du unterbrichst mich ständig! 
Du redest zu viel! 
Du hörst mir nie zu! 
Du brauchst eine Therapie! 
Du bist wie deine Mutter/dein Vater! 
Du hast dich so sehr verändert!

Wenn du mich lieben würdest, dann würdest du… 
Das habe ich dir schon tausendmal gesagt! 
Warum kann nicht alles wieder wie früher sein? 
Dir kann man auch nie etwas recht machen! 
Kannst du auch einmal etwas für mich tun? 
Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte! 
Du musst endlich was gegen das verdammte Schnarchen machen!

Menschen weinen

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Menschen weinen, weil sie verzweifelt sind. Weil sie einen Menschen verloren haben. Weil sie mit ihrem Partner gestritten haben. Weil sie Liebeskummer haben. Weil sie wütend sind. Weil sie enttäuscht sind. Weil sie sich selbst bemitleiden. Weil sie Angst haben. Weil sie Schmerzen spüren. Weil sie gestresst sind. Weil sie erschöpft sind. Weil ihr Haustier Schmerzen hat oder gestorben ist.
Weil jemand in Not unerwartet Hilfe bekam. Weil sie Mitgefühl haben. Weil sie erleichtert sind. Weil sie glücklich sind. Weil sie von Musik gerührt sind. Weil sie von einem Film bewegt wurden. Weil ihr Sohn oder ihre Tochter geboren wurde. Weil sie den Sieg oder die Niederlage in einem sportlichen Wettkampf gesehen haben. Weil sie Gründe dafür haben, die nur sie selbst kennen.

Wir bewegen uns und wir brechen das Glas

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Schicksal

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. 
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. 
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. 
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. 
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
Charles Ease