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Prolog

Who's Afraid Of The Superspreader?

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Gedanken zu einer Welt im Zeichen von Corona Schweigen oder Schreiben? Diese Frage stelle ich mir, seit das neuartige Coronavirus die Welt in kürzester Zeit zum Stillstand gezwungen hat. Es gibt keine Worte für einen Zustand, der für sich selbst reklamiert, nur eine Ausnahme zu sein, gleichwohl aber keine Sicherheit zulässt, wann denn sein Ende gekommen sein könnte. Als die ersten Berichte über die rasche Verbreitung eines bislang unbekannten Erregers im chinesischen Wuhan die Runde machten, urteilten selbst die eilig konsultierten Experten, dass es sich um einen regionalen Schock handeln wird. Etwas klammheimliche, verbotene Bewunderung gehörte wohl dazu, als dazu immer wieder die Schlussfolgerung gereicht wurde, dass das Land der aufgehenden Sonne mit seinen harschen, zum Teil menschenverachtenden Methoden einer Einparteiendiktatur das Virus schnell eingekreist haben würde. Krankenhäuser mit Abertausenden Betten - in wenigen Tagen aus dem Boden gestampft. Ganze Regionen -

Wo die Liebe hingeht

Der eine bleibt stehen, der andere rennt davon. 

Zwei Arten

Ich glaube daran, dass es von einem bestimmten Standpunkt aus betrachtet nur zwei Arten von Menschen gibt. Es gibt jene, die glauben, alles wäre im Grunde ganz einfach und man müsste deshalb jede Schwierigkeit auf eine geeignete Art lösen können.  Diese Menschen bemühen sich, alles Komplizierte mit einfachen Worten zu erklären.  Sie sind auch davon überzeugt, dass alles mit einfachen Worten erklärbar ist.  Sie glauben daran, dass im Grunde alles erklärbar ist.  Es gibt aber auch solche Menschen, die glauben, alles wäre eigentlich viel komplizierter als bisher angenommen, und deshalb sind manche Lösungen für ein Problem wieder nur der Beginn eines neuen Problems und so fort.  Solche Menschen bedienen sich komplexer Sätze, um ihre Erkenntnisse klar zu machen.  Sie klären damit oft überhaupt nichts.  Aber meistens weisen sie auch darauf hin, dass es für bestimmte Probleme gar keine – oder eben nicht nur eine Lösung gibt.  Diese Menschen glauben, dass es Dinge gibt, die

In Honig getaucht

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Mein lieber Sohn,  ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie ich einst in der gleichen Situation war wie du jetzt. Diese freudige und zugleich spannungsreiche Erwartung. Das Bangen, ob alles genau so abläuft, wie es zuvor besprochen und erhofft wurde. Es kommt eh alles anders, als man denkt. Das ist jetzt aber nicht wirklich ein Ratschlag, sondern eine fürchterliche Binsenweisheit, höre ich dich sagen. Natürlich! Aber genau das bedeutet es ja, Mutter und Vater zu werden: sich auf etwas einzulassen, das nicht planbar ist. Du kamst auf den letzten Drücker auf die Welt, mein Sohn. Als hättest du gar keine Lust gehabt, aus deinem wonnig-warmen Nest zu schlüpfen. Warum auch? Im eisigkalten Winter fällt es doch viel schwerer, zum ersten Mal die Augen zu öffnen und nach Luft zu schnappen. Du hast es dann doch gewagt, auch wenn du deiner Mutter und mir erst einmal viel Angst eingejagt hast. Darauf musst du dich nun auch einstellen: Die Furcht wird zu deiner alltäglichen

Rabengrau

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Stille Heiterkeit

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Kummer

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Yes, I'm Your Angel

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John Lennon und Yoko Ono hatten einander als Paar gegenseitig von den Schatten der Vergangenheit befreit (wozu für Lennon auch die Beatles gehörten). Sie lachten gemeinsam, lasen gemeinsam, aßen gemeinsam und liebten sich vor den Augen der Welt. Allem Anschein nach hatten sie auch eine sexuell ausgesprochen erfüllende Beziehung. Warum traf diese Liebe auf so viel Unverständnis, gar Hass bei den Menschen, die John Lennon doch einst ins Herz geschlossen hatten? Viele akzeptierten und verehrten ihn weiter als Musiker, doch den Ehemann und Liebhaber John Lennon verachteten sie. Oder seine Frau. Oder das eigenartige, magische Band zwischen den beiden. Den Menschen war die infantile Vision der Beatles wichtiger als die reife Liebe eines Künstlerpaars.