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Prolog

A Man Called E

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Viele Musikerinnen und Musiker singen über Seelenqualen und Schicksalsschläge, Mark Oliver Everett hat den Scheiß erlebt.  Er verlor innerhalb kürzester Zeit seine komplette Familie. Seinen Vater, ein Physiker, der zu seiner Zeit verlacht wurde, aber die heute anerkannte Viele-Welten-Idee miterdachte, fand er mit 19 Jahren tot im Bett. Sein alter Herr hatte schwere Depressionen. Nancy, die Mutter des Sängers, war familiär ebenfalls mit psychischen Erkrankungen vorbelastet; ihre Mutter Katherine schrieb zwischen ihren Krankenhausaufenthalten Gedichte. Nancy neigte zu hysterischen Heulanfällen und kindlichem Verhalten und überließ die Kinder sich selbst. Sie verstarb an Lungenkrebs. Everetts sechs Jahre ältere Schwester Liz war lange Zeit seine Bastion gegen all den Wahnsinn. Er liebte sie abgöttisch, wie man in der wundervollen Autobiographie „Glückstage in der Hölle“ (treffender im Original: „Things The Grandchildren Should Know“) nachlesen kann. Aber sie erbte auch den Hang zur Geist

… denn sie wissen nicht, was sie tun

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Putin, vielleicht bald wieder Trump, Europa im Griff aufsteigender rechtsnationaler Parteien: Wir nähern uns einem neuen Zeitalter der Kakistokratie, der Herrschaft der Schlimmsten. Was all die Politiker dieses Herrschaftstyps über ihre unterschiedlichen Charaktere hinaus eint, ist die Verachtung jeglicher Intellektualität (also des Zweifelns und Nachdenkens), die Zerstörung jeder Form des öffentlichen Diskurses (Zorn auf Journalisten, Wissenschaftler, Künstler), die Abscheu vor all jenen, die keine Macht haben (also Außenseiter, Kranke, Zurückgewiesene) und das vollständige Desinteresse an Moral und Anstand (mit dem Credo: Was möglich ist, kann auch gemacht werden).

Spannung kommt von Spannen

Ein Kino, das sich für seine Blickgewalt schämt, ist wie Literatur, die ihre Gedankenschärfe begrenzt, oder wie Musik, die ihr Rhythmusdiktat zersetzt.

Ein Stück des Glücks

Gib Menschen (und auch Dingen!) die Möglichkeit, in Deinem Leben zu wirken.

Bloß nicht aus dem Takt geraten

Lacht doch auch einmal über euch! Vielleicht ist es irgendwann zu spät. Im Grunde ist es doch komisch, wie da zwei Weltsichten aufeinanderprallen, wie sie sich aneinander abarbeiten.  Auf der einen Seite die geburtenintensive Nachkriegsgeneration, als Boomer gleichsam für die eigene Bereitschaft, immerzu Macher zu sein, geadelt und für die eigene Hyperpotenzverblendung verspottet. Auf der anderen Seite die Digitalisierten, die ewigen Wunschkinder, gelobt für ihre Toleranzbereitschaft und auch ein wenig bewundert für ihr Desinteresse an einer echten Schlacht um die Futterplätze der Gesellschaft, aber verschmäht als hypersensible Schneeflocken, die ihr Herrschaftsterrain in einen Bereich verlagert haben, der von den Nutznießern der Sexualrevolution lange vernachlässigt wurde: Zumutbarkeiten für sich und für andere nach Belieben selbst zu bestimmen.  Natürlich lodert in dem Spektakel, das sich in endlosen Diskussionen und mittels Frotzeleien und verschmirgelter Pikiertheit im Freundeskrei

Stolz und Vorurteil

„Der intelligente Mensch, der stolz auf seine Intelligenz ist, ist wie der Verurteilte, der stolz auf seine große Zelle ist.“ Simone Weil

Treppenwitz

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Lösungen

Alle großen Probleme der Menschheit resultieren aus Unkenntnis der Gesetzlichkeiten der Psychologie und Ökonomie.